14.03.2012 / Postulate / /

12.3132 Postulat – Das Parlament und die vierte Landessprache12.3132 Postulat – Das Parlament und die vierte Landessprache12.3132 Postulat – Das Parlament und die vierte Landessprache

Eingereichter Text
Das Büro wird gebeten zu prüfen, ob zumindest Teile der Homepage des Parlaments nicht auch in Rätoromanisch einsehbar sein sollten.

Begründung
In seiner Antwort auf die Interpellation 11.4124 erachtet der Bundesrat die Förderung der vierten Landessprache in der Verwaltung als angemessen. So werden seit dem Inkrafttreten des Sprachengesetzes (SR 441.1) denn auch wichtige Interneteinstiegsseiten des Bundes auf Rätoromanisch übersetzt. Der Bundesrat hält zur genannten Interpellation in seiner Antwort überdies fest:

„Der Bundesrat ist als Exekutive nicht zuständig für die Verwendung des Rätoromanischen bei den Parlamentsdiensten. Der Bundesrat erachtet die Verwendung des Rätoromanischen im gesetzlichen Rahmen jedoch auch in den Parlamentsdiensten als gerechtfertigt und wichtig.“

Dem ist zuzustimmen. Es stellt sich somit die Frage, ob dies heute der Fall ist und wenn nicht, ob nicht beispielsweise der Internetauftritt des Parlaments nicht ähnlich demjenigen der Bundesverwaltung wenigstens in zentralen Teilen auch auf Rätoromanisch verfügbar sein sollte. Dies umso mehr, als dass es die eidgenössischen Räte waren, die sich immer wieder explizit für die Förderung und den Erhalt der vierten Landessprache ausgesprochen haben (siehe Art. 2 Sprachengesetz). Ebenfalls hat die Bundesversammlung festgehalten, dass bei der Erfüllung der Aufgaben des Bundes auf die Gleichbehandlung aller vier Landessprachen zu achten sei (siehe Art. 3 Sprachengesetz). Den Bundesbehörden schreibt sie vor, auch auf ihren Interneteinstiegsseiten in allen vier Amtssprachen aufzutreten (siehe Art. 12 Sprachengesetz). Dies müsste dem Grundsatz nach analog auch auf den Internetauftritt des Parlamentes zutreffen.

Auch der Besucherdienst des Parlamentes berücksichtigt das Rätoromanische in seinen Anschriften, Publikationen und Führungen weitgehend nicht. Dieser Tatbestand ist umso bedauernswerter, als dass gerade die Behörden und Publikationen des Parlamentes eine breite Öffentlichkeit interessieren und auch Gegenstand des Staatsunterrichtes sind.

Quelle: http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20123132Eingereichter Text
Das Büro wird gebeten zu prüfen, ob zumindest Teile der Homepage des Parlaments nicht auch in Rätoromanisch einsehbar sein sollten.

Begründung
In seiner Antwort auf die Interpellation 11.4124 erachtet der Bundesrat die Förderung der vierten Landessprache in der Verwaltung als angemessen. So werden seit dem Inkrafttreten des Sprachengesetzes (SR 441.1) denn auch wichtige Interneteinstiegsseiten des Bundes auf Rätoromanisch übersetzt. Der Bundesrat hält zur genannten Interpellation in seiner Antwort überdies fest:

„Der Bundesrat ist als Exekutive nicht zuständig für die Verwendung des Rätoromanischen bei den Parlamentsdiensten. Der Bundesrat erachtet die Verwendung des Rätoromanischen im gesetzlichen Rahmen jedoch auch in den Parlamentsdiensten als gerechtfertigt und wichtig.“

Dem ist zuzustimmen. Es stellt sich somit die Frage, ob dies heute der Fall ist und wenn nicht, ob nicht beispielsweise der Internetauftritt des Parlaments nicht ähnlich demjenigen der Bundesverwaltung wenigstens in zentralen Teilen auch auf Rätoromanisch verfügbar sein sollte. Dies umso mehr, als dass es die eidgenössischen Räte waren, die sich immer wieder explizit für die Förderung und den Erhalt der vierten Landessprache ausgesprochen haben (siehe Art. 2 Sprachengesetz). Ebenfalls hat die Bundesversammlung festgehalten, dass bei der Erfüllung der Aufgaben des Bundes auf die Gleichbehandlung aller vier Landessprachen zu achten sei (siehe Art. 3 Sprachengesetz). Den Bundesbehörden schreibt sie vor, auch auf ihren Interneteinstiegsseiten in allen vier Amtssprachen aufzutreten (siehe Art. 12 Sprachengesetz). Dies müsste dem Grundsatz nach analog auch auf den Internetauftritt des Parlamentes zutreffen.

Auch der Besucherdienst des Parlamentes berücksichtigt das Rätoromanische in seinen Anschriften, Publikationen und Führungen weitgehend nicht. Dieser Tatbestand ist umso bedauernswerter, als dass gerade die Behörden und Publikationen des Parlamentes eine breite Öffentlichkeit interessieren und auch Gegenstand des Staatsunterrichtes sind.

Quelle: http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20123132Eingereichter Text
Das Büro wird gebeten zu prüfen, ob zumindest Teile der Homepage des Parlaments nicht auch in Rätoromanisch einsehbar sein sollten.

Begründung
In seiner Antwort auf die Interpellation 11.4124 erachtet der Bundesrat die Förderung der vierten Landessprache in der Verwaltung als angemessen. So werden seit dem Inkrafttreten des Sprachengesetzes (SR 441.1) denn auch wichtige Interneteinstiegsseiten des Bundes auf Rätoromanisch übersetzt. Der Bundesrat hält zur genannten Interpellation in seiner Antwort überdies fest:

„Der Bundesrat ist als Exekutive nicht zuständig für die Verwendung des Rätoromanischen bei den Parlamentsdiensten. Der Bundesrat erachtet die Verwendung des Rätoromanischen im gesetzlichen Rahmen jedoch auch in den Parlamentsdiensten als gerechtfertigt und wichtig.“

Dem ist zuzustimmen. Es stellt sich somit die Frage, ob dies heute der Fall ist und wenn nicht, ob nicht beispielsweise der Internetauftritt des Parlaments nicht ähnlich demjenigen der Bundesverwaltung wenigstens in zentralen Teilen auch auf Rätoromanisch verfügbar sein sollte. Dies umso mehr, als dass es die eidgenössischen Räte waren, die sich immer wieder explizit für die Förderung und den Erhalt der vierten Landessprache ausgesprochen haben (siehe Art. 2 Sprachengesetz). Ebenfalls hat die Bundesversammlung festgehalten, dass bei der Erfüllung der Aufgaben des Bundes auf die Gleichbehandlung aller vier Landessprachen zu achten sei (siehe Art. 3 Sprachengesetz). Den Bundesbehörden schreibt sie vor, auch auf ihren Interneteinstiegsseiten in allen vier Amtssprachen aufzutreten (siehe Art. 12 Sprachengesetz). Dies müsste dem Grundsatz nach analog auch auf den Internetauftritt des Parlamentes zutreffen.

Auch der Besucherdienst des Parlamentes berücksichtigt das Rätoromanische in seinen Anschriften, Publikationen und Führungen weitgehend nicht. Dieser Tatbestand ist umso bedauernswerter, als dass gerade die Behörden und Publikationen des Parlamentes eine breite Öffentlichkeit interessieren und auch Gegenstand des Staatsunterrichtes sind.

Quelle: http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20123132