17.12.2015 / Medien / /

«Föderativer Gedanke» vs. «Radio-Beromünster-Debatte»

Die beiden Nationalräte Martin Candinas (CVP) und Gregor Rutz (SVP) kreuzen in ihren Gastbeiträgen die Klingen.

PRO «Service public schafft Zusammenhalt»
von Martin Candinas

Letzte Woche lief in der Televisiun Rumantscha ein Film über einen Jäger in der Val Lumnezia, der während der Jagd getötet wurde. Der Fall konnte nie restlos aufgeklärt werden. Diese Woche stand „Jeder Rappen zählt“ auf dem Bundesplatz: Besonders viele Jugendliche legten ihre Spende in die Box. Auf SRF 1 höre ich am Morgen die Nachrichten: kompakt und klar. Nur drei von vielen Beispielen aus den Programmen der SRG: Ein Angebot auf nationaler Ebene und in allen vier Landessprachen.

Die Schweiz in ihrer Kleinräumigkeit ist gross in ihrer politischen und kulturellen Vielfalt. Wer gibt dieser Vielfalt eine Öffentlichkeit? In der Deutschschweiz, in der Suisse romande, in der Svizzera italiana und in der Svizra rumantscha? Die dezentralen Strukturen und Angebote der SRG, ganz im Sinne des föderativen Gedankens unseres Landes, haben ihren Preis. Dafür hat die SRG differenzierte Programmangebote in allen Sparten – auch im Sport und in der Unterhaltung.

Eine Vielzahl von privaten Radio und Fernsehstationen ergänzen das Angebot der SRG, besonders in der lokalen Berichterstattung. Mit dem neuen Radio- und Fernsehgesetz wird der Gebührenanteil für die 34 konzessionierten privaten Radio- und Fernsehstationen um bis zu 50% erhöht, dies notabene zulasten der SRG.

Für eine umfassende und vielfältige Medienlandschaft in unserem direktdemokratischen Land ist das «duale» System von Radio- und Fernsehsendungen mit einer starken unabhängigen SRG und mit komplementären privaten Regionalsendern zentral. Wir sind gut beraten dem heutigen System Sorge zu tragen.

siehe weiter: http://www.blick.ch/news/politik/pro-kontra-zur-srg-debatte-im-nationalrat-foederativer-gedanke-vs-radio-beromuenster-debatte-id4469169.html