26.08.2013 / Postulate / /

13.3639 – Postulat: Weiterbildung von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sicherstellen13.3639 – Postulat: Weiterbildung von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sicherstellen13.3639 – Postulato: Garantire la formazione continua dei lavoratori anziani

Eingereichter Text

Der Bundesrat wird aufgefordert zu prüfen, was aus bildungspolitischer Sicht unternommen werden muss, damit das Risiko von Dequalifizierungen von älteren Arbeitnehmenden minimiert wird und Weiterbildungen entstehen, die den Bedürfnissen der älteren Arbeitnehmenden entsprechen.

Begründung

Die demografische Entwicklung führt dazu, dass es im Arbeitsmarkt im Verhältnis zu allen Arbeitnehmenden immer mehr ältere Arbeitnehmende gibt. Damit erarbeiten ältere Arbeitnehmende einen wachsenden Anteil am Bruttosozialprodukt, und der Erhalt ihrer Arbeitsfähigkeit wird wirtschaftlich bedeutsamer. Es ist zu fragen, was die Bildungspolitik dazu beitragen kann, dass die Arbeitsmarktbeteiligung der älteren Arbeitnehmenden hoch bleibt oder noch erhöht werden kann. Denn eine vermehrte Qualifizierung der älteren Arbeitnehmer ist die bessere Lösung, als mehr Zuwanderung aus dem Ausland um den bestehenden Fachkräftemangel zu beheben. Die Frage der Qualifizierung der älteren Arbeitnehmer ist umso wichtiger, als bisher in den nationalen Bildungsgesetzen die älteren Arbeitnehmenden kein Thema sind. Weder im Berufsbildungsgesetz noch im vorliegenden Weiterbildungsgesetz sind die älteren Arbeitnehmenden erwähnt. Sie werden auf Gesetzesebene nicht als spezielle Zielgruppe von Weiterbildung angesehen. Entsprechend fehlen heute auch Bildungsprojekte, welche die Zielgruppe „ältere Arbeitnehmende“ mit ihren besonderen Bedürfnissen im Fokus haben. Dabei muss angesichts der demografischen Entwicklung verhindert werden, dass ältere Arbeitnehmende aufgrund von Verschiebungen im Anforderungsprofil, innerbetrieblichen Veränderungen, Wegfall von Tätigkeitsfeldern, technischen Entwicklungen oder einer zu starken Spezialisierung aus dem Arbeitsmarkt herausfallen oder an den Rand gedrängt werden („Dequalifizierungen“) und damit die Sozialwerke zusätzlich belasten. Im Idealfall bleiben sie dem Arbeitsmarkt über das Pensionsalter erhalten und entlasten sogar die Sozialwerke.

Stellungnahme des Bundesrates

Die Situation der älteren Arbeitnehmenden in der Schweiz ist Gegenstand von verschiedenen laufenden Studien und Untersuchungen. So ist ein OECD-Länderbericht zur Verbesserung der Perspektiven von älteren Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt in Erarbeitung, und im Rahmen eines Projekts zur Erleichterung des Berufsabschlusses oder Berufswechsels von Erwachsenen prüft das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) gemeinsam mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt, ob die bestehenden Angebote für den Erwerb von Berufsabschlüssen und die Sicherstellung der beruflichen Mobilität erwachsenengerecht sind oder zusätzlicher Handlungsbedarf besteht.

Der Bundesrat ist bereit, die geforderte Überprüfung gezielt in die laufenden Projekte einfliessen zu lassen.

Antrag des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.

Quelle: http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20133639

Eingereichter Text

Der Bundesrat wird aufgefordert zu prüfen, was aus bildungspolitischer Sicht unternommen werden muss, damit das Risiko von Dequalifizierungen von älteren Arbeitnehmenden minimiert wird und Weiterbildungen entstehen, die den Bedürfnissen der älteren Arbeitnehmenden entsprechen.

Begründung

Die demografische Entwicklung führt dazu, dass es im Arbeitsmarkt im Verhältnis zu allen Arbeitnehmenden immer mehr ältere Arbeitnehmende gibt. Damit erarbeiten ältere Arbeitnehmende einen wachsenden Anteil am Bruttosozialprodukt, und der Erhalt ihrer Arbeitsfähigkeit wird wirtschaftlich bedeutsamer. Es ist zu fragen, was die Bildungspolitik dazu beitragen kann, dass die Arbeitsmarktbeteiligung der älteren Arbeitnehmenden hoch bleibt oder noch erhöht werden kann. Denn eine vermehrte Qualifizierung der älteren Arbeitnehmer ist die bessere Lösung, als mehr Zuwanderung aus dem Ausland um den bestehenden Fachkräftemangel zu beheben. Die Frage der Qualifizierung der älteren Arbeitnehmer ist umso wichtiger, als bisher in den nationalen Bildungsgesetzen die älteren Arbeitnehmenden kein Thema sind. Weder im Berufsbildungsgesetz noch im vorliegenden Weiterbildungsgesetz sind die älteren Arbeitnehmenden erwähnt. Sie werden auf Gesetzesebene nicht als spezielle Zielgruppe von Weiterbildung angesehen. Entsprechend fehlen heute auch Bildungsprojekte, welche die Zielgruppe „ältere Arbeitnehmende“ mit ihren besonderen Bedürfnissen im Fokus haben. Dabei muss angesichts der demografischen Entwicklung verhindert werden, dass ältere Arbeitnehmende aufgrund von Verschiebungen im Anforderungsprofil, innerbetrieblichen Veränderungen, Wegfall von Tätigkeitsfeldern, technischen Entwicklungen oder einer zu starken Spezialisierung aus dem Arbeitsmarkt herausfallen oder an den Rand gedrängt werden („Dequalifizierungen“) und damit die Sozialwerke zusätzlich belasten. Im Idealfall bleiben sie dem Arbeitsmarkt über das Pensionsalter erhalten und entlasten sogar die Sozialwerke.

Stellungnahme des Bundesrates

Die Situation der älteren Arbeitnehmenden in der Schweiz ist Gegenstand von verschiedenen laufenden Studien und Untersuchungen. So ist ein OECD-Länderbericht zur Verbesserung der Perspektiven von älteren Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt in Erarbeitung, und im Rahmen eines Projekts zur Erleichterung des Berufsabschlusses oder Berufswechsels von Erwachsenen prüft das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) gemeinsam mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt, ob die bestehenden Angebote für den Erwerb von Berufsabschlüssen und die Sicherstellung der beruflichen Mobilität erwachsenengerecht sind oder zusätzlicher Handlungsbedarf besteht.

Der Bundesrat ist bereit, die geforderte Überprüfung gezielt in die laufenden Projekte einfliessen zu lassen.

Antrag des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.

Quelle: http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20133639

Testo depositato

Il Consiglio federale è incaricato di esaminare le opzioni praticabili a livello di politica della formazione per ridurre al minimo il rischio di dequalificazione dei lavoratori anziani e garantire corsi di aggiornamento adeguati alle loro esigenze.

Motivazione

A causa dell’evoluzione demografica attualmente sul mercato del lavoro ci sono sempre più lavoratori anziani. Poiché contribuiscono in maniera crescente al prodotto interno lordo, sul piano economico il mantenimento della loro capacità lavorativa diventa sempre più importante. Viene da chiedersi in che modo la politica formativa può contribuire a garantire e ad incentivare la loro presenza sul mercato del lavoro. Migliorare il livello di qualificazione dei lavoratori anziani, infatti, è sicuramente meglio che reclutare manodopera dall’estero per fronteggiare l’attuale carenza di lavoratori qualificati. Garantire la preparazione dei lavoratori anziani è ancora più importante se si pensa che non sono menzionati né nella legge sulla formazione professionale né in quella sulla formazione continua. A livello legislativo, quindi, non sono considerati un gruppo target specifico per la formazione continua e non esistono nemmeno progetti educativi focalizzati sulla categoria „lavoratori anziani“ e sulle loro esigenze. Alla luce dell’evoluzione demografica occorre impedire che questi lavoratori vengano esclusi o emarginati dal mercato del lavoro (dequalificazione) a causa di modifiche delle mansioni, cambiamenti interni all’azienda, cancellazione di determinati settori d’attività, aggiornamenti tecnici o eccessiva specializzazione, andando così a gravare sui servizi sociali. La soluzione ideale sarebbe mantenere in attività questi lavoratori oltre l’età pensionabile riuscendo persino ad alleggerire i servizi sociali.

Parere del Consiglio federale

La situazione dei lavoratori anziani in Svizzera è oggetto di diversi studi e ricerche. Ad esempio, l’OCSE sta elaborando un rapporto sul miglioramento delle opportunità dei lavoratori anziani sul mercato del lavoro, mentre la Segreteria di Stato per la formazione, la ricerca e l’innovazione (SEFRI) sta esaminando, nell’ambito di un progetto sull’agevolazione della formazione professionale o della conversione professionale degli adulti, in comune con i Cantoni e le organizzazioni del mondo del lavoro, se i corsi per il conseguimento di diplomi professionali e le offerte di mobilità professionali sono adeguati alle esigenze degli adulti o se occorre intervenire ulteriormente.

Il Consiglio federale è disposto a inserire la richiesta dell’autore del postulato negli studi e nelle ricerche in corso.

Proposta del Consiglio federale

Il Consiglio federale propone di accogliere il postulato.

http://www.parlament.ch/i/suche/pagine/geschaefte.aspx?gesch_id=20133639