22.12.2011 / Interpellationen / /

11.4124 – Interpellation: Bedeutung der vierten Landessprache11.4124 – Interpellation: Bedeutung der vierten Landessprache11.4124 – Interpellation: Bedeutung der vierten Landessprache

Eingereichter Text

Das Bundesamt für Statistik erhebt immer wieder Zahlen zu den vorhandenen Sprachkenntnissen der Bevölkerung unseres Landes. Der Bundesrat hat in der Fragestunde an der Dezembersession zugesichert, dass er ab 2013 bei Hochschulabsolventenbefragungen nach Kenntnissen der Rätoromanischen Sprache fragen wird. Dies ist aber nur eine von zahlreichen Umfragen/Statistiken. Es stellen sich deswegen folgende Fragen:

1. Kann der Bundesrat versichern, dass in Zukunft in allen Erhebungen, die die Sprachkenntnisse der Bevölkerung betreffen auch Kenntnisse der Rätoromanischen Sprache ausgewiesen werden?

2. Was gedenkt er zu tun, damit das Rätoromanische in Erhebungen des Bundes analog den anderen Landessprachen berücksichtigt wird?

3. Wie will er die Verwendung der vierten Landessprache generell und bei den Bundesbehörden und Parlamentsdiensten im Besonderen stärker fördern?

Begründung

Gemäss Artikel 4 der Bundesverfassung ist das Rätoromanische eine Landessprache. Diesem verfassungsmässigen Status hat auch die Bundesverwaltung Rechnung zu tragen. Umfragen zu Sprachkenntnissen kommt eine erhebliche wissenschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung zu. Verschwindet das Romanische aus daraus hervorgehenden Studien und Analysen, droht es als Alltagssprache von um die 60 000 Schweizerinnen und Schweizern noch mehr in Vergessenheit zu geraten und damit auf Dauer zu verschwinden. Denn weshalb soll zum Erhalt einer Sprache beigetragen werden, wenn sie nicht einmal die Behörden, auch auf Bundesebene pflegen? Das genannte Beispiel zeigt zudem, dass der Erhalt des Rätoromanischen heute auf Bundesebene oftmals eine zu geringe Wertschätzung erfährt und wenig unterstützt wird.

Auch die Parlamentsdienste sind diesbezüglich kein Vorbild. Ansehnliches Beispiel dafür ist die Homepage des Parlaments, die auf Französisch, Deutsch, Italienisch und Englisch eingesehen werden kann. Die rätoromanische Sprache fehlt vollkommen.

Das Rätoromanische als einzige rein schweizerische Sprache ist von ebenso grosser gesellschaftlicher und kultureller Bedeutung, wie die anderen Landessprachen. Der Bundesrat sollte auch deswegen der Förderung des Rätoromanischen mehr Gewicht beimessen.

Link zur Interpellation

Eingereichter Text

Das Bundesamt für Statistik erhebt immer wieder Zahlen zu den vorhandenen Sprachkenntnissen der Bevölkerung unseres Landes. Der Bundesrat hat in der Fragestunde an der Dezembersession zugesichert, dass er ab 2013 bei Hochschulabsolventenbefragungen nach Kenntnissen der Rätoromanischen Sprache fragen wird. Dies ist aber nur eine von zahlreichen Umfragen/Statistiken. Es stellen sich deswegen folgende Fragen:

1. Kann der Bundesrat versichern, dass in Zukunft in allen Erhebungen, die die Sprachkenntnisse der Bevölkerung betreffen auch Kenntnisse der Rätoromanischen Sprache ausgewiesen werden?

2. Was gedenkt er zu tun, damit das Rätoromanische in Erhebungen des Bundes analog den anderen Landessprachen berücksichtigt wird?

3. Wie will er die Verwendung der vierten Landessprache generell und bei den Bundesbehörden und Parlamentsdiensten im Besonderen stärker fördern?

Begründung

Gemäss Artikel 4 der Bundesverfassung ist das Rätoromanische eine Landessprache. Diesem verfassungsmässigen Status hat auch die Bundesverwaltung Rechnung zu tragen. Umfragen zu Sprachkenntnissen kommt eine erhebliche wissenschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung zu. Verschwindet das Romanische aus daraus hervorgehenden Studien und Analysen, droht es als Alltagssprache von um die 60 000 Schweizerinnen und Schweizern noch mehr in Vergessenheit zu geraten und damit auf Dauer zu verschwinden. Denn weshalb soll zum Erhalt einer Sprache beigetragen werden, wenn sie nicht einmal die Behörden, auch auf Bundesebene pflegen? Das genannte Beispiel zeigt zudem, dass der Erhalt des Rätoromanischen heute auf Bundesebene oftmals eine zu geringe Wertschätzung erfährt und wenig unterstützt wird.

Auch die Parlamentsdienste sind diesbezüglich kein Vorbild. Ansehnliches Beispiel dafür ist die Homepage des Parlaments, die auf Französisch, Deutsch, Italienisch und Englisch eingesehen werden kann. Die rätoromanische Sprache fehlt vollkommen.

Das Rätoromanische als einzige rein schweizerische Sprache ist von ebenso grosser gesellschaftlicher und kultureller Bedeutung, wie die anderen Landessprachen. Der Bundesrat sollte auch deswegen der Förderung des Rätoromanischen mehr Gewicht beimessen.

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Eingereichter Text

Das Bundesamt für Statistik erhebt immer wieder Zahlen zu den vorhandenen Sprachkenntnissen der Bevölkerung unseres Landes. Der Bundesrat hat in der Fragestunde an der Dezembersession zugesichert, dass er ab 2013 bei Hochschulabsolventenbefragungen nach Kenntnissen der Rätoromanischen Sprache fragen wird. Dies ist aber nur eine von zahlreichen Umfragen/Statistiken. Es stellen sich deswegen folgende Fragen:

1. Kann der Bundesrat versichern, dass in Zukunft in allen Erhebungen, die die Sprachkenntnisse der Bevölkerung betreffen auch Kenntnisse der Rätoromanischen Sprache ausgewiesen werden?

2. Was gedenkt er zu tun, damit das Rätoromanische in Erhebungen des Bundes analog den anderen Landessprachen berücksichtigt wird?

3. Wie will er die Verwendung der vierten Landessprache generell und bei den Bundesbehörden und Parlamentsdiensten im Besonderen stärker fördern?

Begründung

Gemäss Artikel 4 der Bundesverfassung ist das Rätoromanische eine Landessprache. Diesem verfassungsmässigen Status hat auch die Bundesverwaltung Rechnung zu tragen. Umfragen zu Sprachkenntnissen kommt eine erhebliche wissenschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung zu. Verschwindet das Romanische aus daraus hervorgehenden Studien und Analysen, droht es als Alltagssprache von um die 60 000 Schweizerinnen und Schweizern noch mehr in Vergessenheit zu geraten und damit auf Dauer zu verschwinden. Denn weshalb soll zum Erhalt einer Sprache beigetragen werden, wenn sie nicht einmal die Behörden, auch auf Bundesebene pflegen? Das genannte Beispiel zeigt zudem, dass der Erhalt des Rätoromanischen heute auf Bundesebene oftmals eine zu geringe Wertschätzung erfährt und wenig unterstützt wird.

Auch die Parlamentsdienste sind diesbezüglich kein Vorbild. Ansehnliches Beispiel dafür ist die Homepage des Parlaments, die auf Französisch, Deutsch, Italienisch und Englisch eingesehen werden kann. Die rätoromanische Sprache fehlt vollkommen.

Das Rätoromanische als einzige rein schweizerische Sprache ist von ebenso grosser gesellschaftlicher und kultureller Bedeutung, wie die anderen Landessprachen. Der Bundesrat sollte auch deswegen der Förderung des Rätoromanischen mehr Gewicht beimessen.

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