21.12.2011 / Unkategorisiert / /

10.092 Via sicura. Mehr Sicherheit im Strassenverkehr10.092 Via sicura. Mehr Sicherheit im Strassenverkehr10.092 Via sicura. Mehr Sicherheit im Strassenverkehr

Candinas Martin (CE, GR): Bei Artikel 46 Absatz 3 haben wir eine Kommissionsmehrheit, die den Absatz streichen und somit betreffend Schutzhelm nichts regeln will. Wir haben daneben eine Kommissionsminderheit, die ein Helmobligatorium für alle fordert. Ich stelle einen Einzelantrag für die Variante des Bundesrates und des Ständerates: „Radfahrer bis zum vollendeten 14. Altersjahr müssen einen Schutzhelm tragen.“
Dafür sprechen die fünf folgenden Gründe:
1. Es geht um die Sicherheit der Kinder. Kinder haben Anrecht auf Schutz, und wir müssen diesen Schutz sicherstellen. Mit einem Helm lässt sich bei velofahrenden Kindern das Risiko eines Schädel-Hirn-Traumas jeder Form in 85 bis 88 Prozent der Fälle deutlich reduzieren. Das Tragen eines Helms ist die wirksamste Einzelmassnahme, um die Zahl von Schädel-Hirn-Traumen und Todesfällen zu senken. Wir wissen, dass das Risiko einer Kopfverletzung bei Kindern überdurchschnittlich hoch ist, weil ihre Nackenmuskulatur noch nicht so stark ist und ihre Schädelknochen noch weicher sind. So ist die Wahrscheinlichkeit einer schweren Verletzung bei einem Unfall leider grösser. Erleidet ein Kind eine Kopfverletzung, können die Folgen für die Betroffenen und ihr Umfeld einschneidend und irreversibel sein.
2. Ein Helmobligatorium entlastet die verantwortungsbewussten Eltern. Sie müssen die Kinder nicht von der Notwendigkeit des Helms überzeugen: Alle Kinder tragen einen Helm. Wenn uns die Veloverbände der Schweiz in einem Schreiben mitteilen, dass schon heute 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen „nachweislich“ einen Velohelm tragen, ist es nichts anderes als korrekt und angebracht, wenn wir dies auch von den restlichen 30 Prozent verlangen. Hier nützt die im gleichen Schreiben vorgeschlagene Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit nichts. Es sind nicht die Kinder, die über das Helmtragen entscheiden, sondern die Eltern, und die Eltern sind weder im Sportunterricht noch bei den Verkehrssicherheitskursen in der Volksschule anwesend.
3. Das Argument, dass Kinder weniger Rad fahren würden, wenn sie einen Helm tragen müssten, taugt nicht. Wenn sie bereits beim Erlernen des Radfahrens einen Helm tragen müssen, wird dies für sie ganz normal. Sie gewöhnen sich daran, wie dies auch bei vielen anderen erzieherischen Massnahmen der Fall ist. Weiter haben Kinder keine grosse Auswahl bei den Fortbewegungsmöglichkeiten. Entweder gehen sie zu Fuss oder mit dem Velo.
4. Auch die Autofahrer dürfen in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden, werden sie doch von der Schuld an einem Unfall nicht leichtfertig befreit. Oft wird über diesen Punkt gestritten. Auch wenn die Schuld bei einem Unfall unbestrittenermassen nicht beim Autofahrer liegt, muss ein tödlicher Unfall oder ein Unfall mit einem schwer verletzten Kind erst noch verkraftet werden. Das schlechte Gewissen verschwindet nicht so schnell. Jeglicher Schutz des Kindes ist auch ein Schutz des Autofahrers.
5. Noch etwas zu den Kosten: Die Zahl der Velounfälle und die damit verbundenen direkten und indirekten Kosten werden stets unterschätzt. Velounfälle werden in der Schweiz auch nicht systematisch erfasst. Zu den direkten Kosten: Diese werden von uns allen solidarisch über die Krankenkassenprämien bezahlt. Der Vorschlag von Bundesrat und Ständerat wird von der Beratungsstelle für Unfallverhütung, vom Automobil-Club der Schweiz, von der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, von der Schweizerischen Gesellschaft für Kinderchirurgie und von der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie unterstützt. Es geht hier nicht um eine Schikane, sondern um den Schutz der kleinsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer. Jedes Kind hat ein Anrecht, vor Gefahren geschützt zu werden.
Unterstützen Sie meinen Einzelantrag, der auch von der CVP/EVP-Fraktion unterstützt wird.

Quelle: http://www.parlament.ch/ab/frameset/d/n/4901/371034/d_n_4901_371034_371054.htmCandinas Martin (CE, GR): Bei Artikel 46 Absatz 3 haben wir eine Kommissionsmehrheit, die den Absatz streichen und somit betreffend Schutzhelm nichts regeln will. Wir haben daneben eine Kommissionsminderheit, die ein Helmobligatorium für alle fordert. Ich stelle einen Einzelantrag für die Variante des Bundesrates und des Ständerates: „Radfahrer bis zum vollendeten 14. Altersjahr müssen einen Schutzhelm tragen.“
Dafür sprechen die fünf folgenden Gründe:
1. Es geht um die Sicherheit der Kinder. Kinder haben Anrecht auf Schutz, und wir müssen diesen Schutz sicherstellen. Mit einem Helm lässt sich bei velofahrenden Kindern das Risiko eines Schädel-Hirn-Traumas jeder Form in 85 bis 88 Prozent der Fälle deutlich reduzieren. Das Tragen eines Helms ist die wirksamste Einzelmassnahme, um die Zahl von Schädel-Hirn-Traumen und Todesfällen zu senken. Wir wissen, dass das Risiko einer Kopfverletzung bei Kindern überdurchschnittlich hoch ist, weil ihre Nackenmuskulatur noch nicht so stark ist und ihre Schädelknochen noch weicher sind. So ist die Wahrscheinlichkeit einer schweren Verletzung bei einem Unfall leider grösser. Erleidet ein Kind eine Kopfverletzung, können die Folgen für die Betroffenen und ihr Umfeld einschneidend und irreversibel sein.
2. Ein Helmobligatorium entlastet die verantwortungsbewussten Eltern. Sie müssen die Kinder nicht von der Notwendigkeit des Helms überzeugen: Alle Kinder tragen einen Helm. Wenn uns die Veloverbände der Schweiz in einem Schreiben mitteilen, dass schon heute 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen „nachweislich“ einen Velohelm tragen, ist es nichts anderes als korrekt und angebracht, wenn wir dies auch von den restlichen 30 Prozent verlangen. Hier nützt die im gleichen Schreiben vorgeschlagene Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit nichts. Es sind nicht die Kinder, die über das Helmtragen entscheiden, sondern die Eltern, und die Eltern sind weder im Sportunterricht noch bei den Verkehrssicherheitskursen in der Volksschule anwesend.
3. Das Argument, dass Kinder weniger Rad fahren würden, wenn sie einen Helm tragen müssten, taugt nicht. Wenn sie bereits beim Erlernen des Radfahrens einen Helm tragen müssen, wird dies für sie ganz normal. Sie gewöhnen sich daran, wie dies auch bei vielen anderen erzieherischen Massnahmen der Fall ist. Weiter haben Kinder keine grosse Auswahl bei den Fortbewegungsmöglichkeiten. Entweder gehen sie zu Fuss oder mit dem Velo.
4. Auch die Autofahrer dürfen in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden, werden sie doch von der Schuld an einem Unfall nicht leichtfertig befreit. Oft wird über diesen Punkt gestritten. Auch wenn die Schuld bei einem Unfall unbestrittenermassen nicht beim Autofahrer liegt, muss ein tödlicher Unfall oder ein Unfall mit einem schwer verletzten Kind erst noch verkraftet werden. Das schlechte Gewissen verschwindet nicht so schnell. Jeglicher Schutz des Kindes ist auch ein Schutz des Autofahrers.
5. Noch etwas zu den Kosten: Die Zahl der Velounfälle und die damit verbundenen direkten und indirekten Kosten werden stets unterschätzt. Velounfälle werden in der Schweiz auch nicht systematisch erfasst. Zu den direkten Kosten: Diese werden von uns allen solidarisch über die Krankenkassenprämien bezahlt. Der Vorschlag von Bundesrat und Ständerat wird von der Beratungsstelle für Unfallverhütung, vom Automobil-Club der Schweiz, von der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, von der Schweizerischen Gesellschaft für Kinderchirurgie und von der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie unterstützt. Es geht hier nicht um eine Schikane, sondern um den Schutz der kleinsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer. Jedes Kind hat ein Anrecht, vor Gefahren geschützt zu werden.
Unterstützen Sie meinen Einzelantrag, der auch von der CVP/EVP-Fraktion unterstützt wird.

Quelle: http://www.parlament.ch/ab/frameset/d/n/4901/371034/d_n_4901_371034_371054.htmCandinas Martin (CE, GR): Bei Artikel 46 Absatz 3 haben wir eine Kommissionsmehrheit, die den Absatz streichen und somit betreffend Schutzhelm nichts regeln will. Wir haben daneben eine Kommissionsminderheit, die ein Helmobligatorium für alle fordert. Ich stelle einen Einzelantrag für die Variante des Bundesrates und des Ständerates: „Radfahrer bis zum vollendeten 14. Altersjahr müssen einen Schutzhelm tragen.“
Dafür sprechen die fünf folgenden Gründe:
1. Es geht um die Sicherheit der Kinder. Kinder haben Anrecht auf Schutz, und wir müssen diesen Schutz sicherstellen. Mit einem Helm lässt sich bei velofahrenden Kindern das Risiko eines Schädel-Hirn-Traumas jeder Form in 85 bis 88 Prozent der Fälle deutlich reduzieren. Das Tragen eines Helms ist die wirksamste Einzelmassnahme, um die Zahl von Schädel-Hirn-Traumen und Todesfällen zu senken. Wir wissen, dass das Risiko einer Kopfverletzung bei Kindern überdurchschnittlich hoch ist, weil ihre Nackenmuskulatur noch nicht so stark ist und ihre Schädelknochen noch weicher sind. So ist die Wahrscheinlichkeit einer schweren Verletzung bei einem Unfall leider grösser. Erleidet ein Kind eine Kopfverletzung, können die Folgen für die Betroffenen und ihr Umfeld einschneidend und irreversibel sein.
2. Ein Helmobligatorium entlastet die verantwortungsbewussten Eltern. Sie müssen die Kinder nicht von der Notwendigkeit des Helms überzeugen: Alle Kinder tragen einen Helm. Wenn uns die Veloverbände der Schweiz in einem Schreiben mitteilen, dass schon heute 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen „nachweislich“ einen Velohelm tragen, ist es nichts anderes als korrekt und angebracht, wenn wir dies auch von den restlichen 30 Prozent verlangen. Hier nützt die im gleichen Schreiben vorgeschlagene Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit nichts. Es sind nicht die Kinder, die über das Helmtragen entscheiden, sondern die Eltern, und die Eltern sind weder im Sportunterricht noch bei den Verkehrssicherheitskursen in der Volksschule anwesend.
3. Das Argument, dass Kinder weniger Rad fahren würden, wenn sie einen Helm tragen müssten, taugt nicht. Wenn sie bereits beim Erlernen des Radfahrens einen Helm tragen müssen, wird dies für sie ganz normal. Sie gewöhnen sich daran, wie dies auch bei vielen anderen erzieherischen Massnahmen der Fall ist. Weiter haben Kinder keine grosse Auswahl bei den Fortbewegungsmöglichkeiten. Entweder gehen sie zu Fuss oder mit dem Velo.
4. Auch die Autofahrer dürfen in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden, werden sie doch von der Schuld an einem Unfall nicht leichtfertig befreit. Oft wird über diesen Punkt gestritten. Auch wenn die Schuld bei einem Unfall unbestrittenermassen nicht beim Autofahrer liegt, muss ein tödlicher Unfall oder ein Unfall mit einem schwer verletzten Kind erst noch verkraftet werden. Das schlechte Gewissen verschwindet nicht so schnell. Jeglicher Schutz des Kindes ist auch ein Schutz des Autofahrers.
5. Noch etwas zu den Kosten: Die Zahl der Velounfälle und die damit verbundenen direkten und indirekten Kosten werden stets unterschätzt. Velounfälle werden in der Schweiz auch nicht systematisch erfasst. Zu den direkten Kosten: Diese werden von uns allen solidarisch über die Krankenkassenprämien bezahlt. Der Vorschlag von Bundesrat und Ständerat wird von der Beratungsstelle für Unfallverhütung, vom Automobil-Club der Schweiz, von der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, von der Schweizerischen Gesellschaft für Kinderchirurgie und von der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie unterstützt. Es geht hier nicht um eine Schikane, sondern um den Schutz der kleinsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer. Jedes Kind hat ein Anrecht, vor Gefahren geschützt zu werden.
Unterstützen Sie meinen Einzelantrag, der auch von der CVP/EVP-Fraktion unterstützt wird.

Quelle: http://www.parlament.ch/ab/frameset/d/n/4901/371034/d_n_4901_371034_371054.htm